Johannesburg/Maputo - Im Katastrophengebiet Mosambiks stehen eine Million Hektar Land unter Wasser, sagte Ross Mountain vom UN-Katastrophenstab am Mittwoch in Maputo. Er sicherte Mosambik weitere Hilfe der Vereinten Nationen zu. Ein Ende des Hochwassers ist vorläufig nicht in Sicht. Zwar fiel am Mittwoch im Sambesi-Gebiet wenig Regen. Doch Berichten aus Beira zufolge müssen wegen der hohen Wasserstände im Kariba- und im Cahora Bassa-Damm voraussichtlich mehr Schleusen geöffnet werden. Wenn mehr Schleusen in den beiden Dämmen geöffnet werden, dann bedeutet dies, dass in den Sambesi neue Wassermassen fließen und das Hochwasser wieder steigen wird. Der Kariba-Damm liegt an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe, wo es in den letzten Wochen teils stark geregnet hat. Der Kariba-Stausee wird vor allem vom Sambesi und seinen Nebenflüssen gespeist. Das Wasser aus diesem Damm strömt weiter flussabwärts in den Cahora Bassa-Damm in Mosambik. Wetterprognosen für die nächsten Tage sind widersprüchlich Die Wetterprognosen für Mosambik für die nächsten Tage sind widersprüchlich. Nach Angaben des südafrikanischen Wetterbüros in Pretoria liegt über der Meeresenge zwischen Mosambik und Madagaskar zwar ein Tiefdruckgebiet. Es bewege sich aber der mosambikanischen Küste entlang, so dass auf dem Festland keine stärkeren Niederschläge zu erwarten seien. Dagegen erklärte ein Sprecher des mosambikanischen Wetterdienstes, das Tiefdruckgebiet könne sich zu einem Wirbelsturm auswachsen und dann sei mit heftigen Regenfällen zu rechnen. Die südafrikanische Luftwaffe, die mit acht Hubschraubern und Flugzeugen ihre Versorgungsflüge auch am Mittwoch fortsetzte, wird das Katastrophengebiet voraussichtlich am Freitag verlassen. Ein Sprecher der Luftwaffe sagte am Mittwoch, wahrscheinlich werde man Material für neue Notfälle Material in Mosambik zurücklassen. (APA/dpa)