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Subcomandante Marcos

Foto: APA/ AFP/ Jorge Uzon
Iguala - Der Chef der mexikanischen Zapatistenrebellen, Subcomandante Marcos, hat vor weiteren sozialen Unruhen gewarnt. Bei einer Rede in Iguala, rund 130 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt, sagte Marcos am Mittwoch (Ortszeit), solange es keinen wirklichen Dialog und keine überzeugenden politischen Lösungen für die sozialen Probleme des Landes gebe, würden die Menschen auch weiterhin zu den Waffen greifen. Im Laufe seiner Ansprache vor rund 7.000 Menschen griff Marcos auch Präsident Vicente Fox scharf an. Dessen Versprechen für mehr Autonomie an die indianischen Ureinwohner im südlichen Bundesstaat Chiapas seien kaum mehr als ein PR-Schachzug. Einen Staat zu führen sei etwas anderes, als eine Marketingkampagne für einen Softdrink zu entwerfen, sagte Marcos in Anspielung auf Fox' frühere Karriere als Manager bei Coca-Cola. Marcos und die Zapatistenrebellen hatten sich Ende Februar nach Mexiko-Stadt aufgemacht. Mit ihrem fast 3.000 Kilometer langen Friedensmarsch durch zwölf Bundesstaaten wollen die Rebellen ihren Forderungen nach mehr Autonomie für die indianischen Ureinwohner Nachdruck verleihen. (APA)