Wien - Einkaufszentren entwicklen sich - in Österreich und weltweit - besser als andere Standorte im Handel. Während im Durschnitt im heimischen Handel rund 40.000 S (2.907 Euro) pro Quadratmeter umgesetzt werden, liegt der Schnitt der Einkaufszentren bei 53.000 S. Die erfolgreichsten setzen sogar knapp doppelt so viel pro Quadratmeter und Jahr um, betonte RegioPlan Consulting-Geschäftsführer Wolfgang Richter am Donnerstag beim 3. Einkaufszentren-Symposium in Wien. Im internationalen Vergleich liegt Österreich gemessen an der Shopping-Center-Dichte im Mittelfeld, hinter den USA, Skandinavien und Großbritannien, jedoch vor Deutschland und über dem europäischen Durchschnitt. "Entscheidend ist, ob Kundenbedürfnisse wie Parkplätze erfüllt befriedigt werden, oder nicht", betonte Richter. Der leichte Aufschwung der Einkaufsstraßen betreffe nur eine Handvoll von sehr erfolgreichen Straßen. In den vergangenen 10 Jahren stieg der Marktanteil der Einkaufszentren mit mehr als 5.000 m2 von rund 5 auf jetzt 13 Prozent. Quadratmeterumsätze von 80.000 bis 102.000 pro Jahr Die rund 300 heimischen Einkaufs- und Fachmarktzentren schaffen auf einer Gesamtfläche von rund 4 Mill. Quadratmeter einen durschnittlichen Umsatz von 53.000 S pro Quadratmeter und Jahr im Vergleich zu 40.000 m2 im Gesamthandel. Die erfolgreichsten Shopping-Center des Landes, darunter das Innsbrucker DEZ, der Messepark in Dornbirn, aber auch das Multiplex in Vösendorf bei Wien, schaffen Quadratmeterumsätze von 80.000 bis 102.000 pro Jahr. Obwohl Österreich keine Megaprojekte wie in Frankreich oder Großbritannien unter seinen vielen Einkaufszentren hat, liegt es gemessen an der EKZ-Fläche je 1.000 Einwohner mit 167 im europäischen Mittelfeld. "Es gibt in Europa ein Nord-West, Süd-Ost-Gefälle bei einkaufszentren, erläutert Richter die höhere Dichte in Skandinavien, Benelux sowie Großbritannien und Frankreich. Im europäischen Durchschnitt kommen auf 1.000 Einwohner 96 m2 Shopping-Mall. Die gesamte Verkaufsfläche der europäischen Einkaufszentren liegt laut Richter bei 64 Mill. m2. Jeder Europäer geht im Schnitt einmal pro Woche in ein Einkaufszentrum. In Österreich gibt - es gemessen an der EKZ-Fläche je 100 Einwochner - in Wien (22,8 m2) die größte Shopping-Mall-Dichte, gefolgt von Salzburg ( 22,1) und Niederösterreich mit 18,4 m2. Schlusslicht sind Vorarlberg und Burgenland mit 9,3 bzw. 9,2 m2. Die Trends bei den neuen Shopping-Tempeln gehen weiter in Richtung Größe, Erlebnisshopping und zusätzliche Freitzeitangebote. Auch die Top-20 Einkaufstempel in Österreich tragen sich mit Wienern Expasnionplänen, sowohl im Bereich Handel als auch Gastronomie, so Richter. (APA)