Aare - Hermann Maier hat sich auch in der Saison 2000/2001 zum Gesamt- Super G- und Abfahrts-König gekrönt. Auch die Kristallkugel im Riesentorlauf ist noch in Griffweite, doch für den Salzburger zählt die in der Abfahrt, die elfte insgesamt, weit mehr als jene im Vorjahr. Im Interview sagt er, warum. Eindrucksvoller als mit einem Jubiläums-Sieg kann man sich den Abfahrts-Weltcup nicht sichern. Maier: "Gottseidank war es ein wirklich faires Rennen. Sonne für beide, kein Wind und Steff und ich hatten ziemlich das gleich gute Material." Aber im Training waren Sie weit hinten. Maier: "Ich hatte einen Fehler, aber genau dort bin ich dann im Rennen super gefahren. Unsere Testtruppe ist unmittelbar danach ausgerückt und hat für mich, Stephan und Pepi Strobl das Beste rausgesucht." Sie hatten also wieder optimale Ski? Maier: Nicht nur das. Ich bin sicher schon lange nicht mehr so kraftvoll gestartet. Ich habe geschoben und geschoben. Im Training nur zweimal, im Rennen gleich viermal." Wie befriedigend ist dieser Titel? Maier: "Sehr, denn fünf Abfahrtssiege in einer Saison, das ist schon eine gewaltige Serie. Zudem Siege auch auf so genannten leichten Abfahrten, das macht mich glücklich. Ich bin mehr oder weniger zu einem richtigen Abfahrer geworden." Die Gründe dafür? "Das ganze Team rund um mich, speziell aber Andreas Evers, der sich total aufgeopfert hat und sogar mit einem Bänderriss für mich getestet hat. Ich bin das letzte Glied in dieser Kette und es scheint, dass wenn alle anderen super arbeiten, kann ich auch noch einen drauf setzen." Gibt es schon einen Plan für die nächste Saison? Maier: "Ich werde einiges ändern und nach der Saison eine viel längere Pause einlegen, auch im Sommer vielleicht kürzer treten. Denn heuer hat mir schon ab und zu die Lust und der letzte Einsatzwille gefehlt. Am besten, man macht eine so lange Pause, dass man sich selbst nicht mehr mag oder bist' wund liegst." Mit 40 Siegen haben sie die Zurbriggen-Marke egalisiert, gehen sie nächstes Jahr auf den 50er von Alberto Tomba los? Maier: "So viele Siege in nur vier Jahren, das ist schon wunderbar und unglaublich. Vor allem, weil heuer einige meiner Lieblings-Rennen abgesagt worden sind und ich trotzdem so viel gewonnen habe wie noch nie. Sich auf Rekorde fest zu legen, ist aber nicht gut. Es ist besser, sich auf die einzelnen Rennen zu konzentrieren." (APA)