Wien - Der Wiener Telefon- und Internetanbieter UTA Telekom könnte schon bald einen neuen Eigentümer bekommen. Die derzeitigen Eigentümer - Swisscom (45,5 Prozent), die Landesenergieversorger (45,5 Prozent) und die Raiffeisengruppe (9 Prozent) - verhandeln konkret mit dem spanischen Telekom-Riesen Telefonica über einen Einstieg, berichtet der "Kurier" in seiner (Freitag-)Ausgabe. Die Spanier, die in Österreich mit der Tochterfirma European Telecom tätig sind, wollen laut Bericht einen möglichst hohen Anteil, am liebsten die Mehrheit an der UTA kaufen. Bei einem entsprechend guten Angebot der Spanier könnten die Energieversorger ihren Anteil zur Gänze abgeben und der "neuen" UTA künftig nur noch das österreichweite Netz zur Verfügung stellen. Die UTA sei einschließlich Netway nach vorsichtigen Schätzungen 6 bis 6,5 Mrd. S wert. UTA-Vorstandsvorsitzender Kurt Lüscher wollte sich zu Verhandlungen nicht äußern: "Marktgerüchte kommentieren wir nicht, außerdem ist das Sache der Eigentümer", sagte er zur Zeitung. Telefonica verfügt über eine der sechs österreichischen UMTS-Lizenzen. Damit könnte die UTA ihre geplante Mobilfunkstrategie realisieren. (APA)