Palangkaraya/Indonesien - Der Besuch des indonesischen Präsidenten Abdurrahman Wahid in der Unruheprovinz Kalimantan auf der Insel Borneo hat am Donnerstag mit Blutvergießen geendet. Polizei und eingeborene Dayak lieferten sich eine Straßenschlacht, bei der nach Krankenhausangaben mindestens ein Mensch getötet und vier weitere getötet wurden. Nach unbestätigten Fernsehmeldungen wurden sogar vier Menschen getötet. Die Polizei ging mit Plastikgeschoßen gegen Steine werfende Demonstranten vor dem Amtssitz des Gouverneurs vor. Die Beamten verwiesen Journalisten des Ortes, als blutende Opfer der Auseinandersetzungen auf Lastwagen abtransportiert wurden. Wahid hatte den Ort wenige Minuten vor der Eskalation verlassen. Der Präsident war in der Provinzhauptstadt Palangkaraya mit dem Gouverneur und Lokalpolitikern zusammengetroffen, um über die blutigen Auseinandersetzungen zwischen eingeborenen Dayak und Einwanderern von der Insel Madura zu sprechen. Ziel der Regierung ist laut Wahid die Rückkehr Zehntausender Menschen, die vor den Unruhen geflohen sind. (APA/AP)