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Budapest/Kiew - Das Hochwasser am Oberlauf der ungarischen Theiß hat am Freitag die Grenzstadt Zahony erreicht. In den Morgenstunden standen die Fluten um sieben Zentimeter über dem vor drei Jahren gemessenen Höchststand, meldete der ungarische Rundfunk. Nach Einschätzung des Leiters des Krisenstabes werden aber die Deiche bei Zahony den Wassermassen standhalten. In den flussaufwärts gelegenen Überschwemmungsgebieten entlang der ukrainischen Grenze ist inzwischen eine deutliche Entspannung der Lage eingetreten. Der Wasserstand geht dort beständig zurück. Infolge der Dammbrüche zu Wochenbeginn ist aber immer noch eine Fläche von 134 Quadratkilometern überschwemmt. Über 10.000 Menschen verließen die bedrohten Gebiete. Am Donnerstag waren aber erstmals keine weiteren Evakuierungsaktionen mehr nötig. Als kritisch gilt weiterhin der hohe Wasserstand des Theiß-Zuflusses Bodrog. In der vom schlimmsten Hochwasser seit Jahren betroffenen Westukraine wurde am Freitag Präsident Leonid Kutschma erwartet. Der ukrainische Staatschef wolle sich persönlich ein Bild von der Lage im Notstandsgebiet an der Grenze zu Ungarn machen, meldete die Agentur Interfax. Im Hochwasser der Flüsse Theiß (Tisa) und Latoriza, die in den Karpaten entspringen, kamen bisher fünf Menschen ums Leben. (APA/dpa)