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Versucht, die explosive Stimmung zu beruhigen und gegen großalbanische Fantasien anzukämpfen: der gemäßigte Albanerführer Arben Xhaferi

Foto: APA/EPA/Valdrin Xhemaj
Skopje - Der gemäßigte Chef der größten Albaner-Partei in Mazedonien, Arben Xhaferi, hat wegen der andauernden Kämpfe im Norden des Landes ein Krisentreffen der Albanervertreter aus dem Kosovo, Albanien und Mazedonien vorgeschlagen. Das Treffen sollte noch vor dem 12. März im Kosovo stattfinden, sagte der Vorsitzende der an der Regierung beteiligten Demokratischen Albaner-Partei (DPA). Das verlautete am Freitag in der Hauptstadt Skopje. Die DPA ist in einer Koalition unter Führung der rechtsnationalistischen VMRO-DPMNE ("Innere Mazedonische Revolutionäre Organisation - Demokratische Partei für die Nationale Einheit") von Ministerpräsident Ljubco Georgievski an der Regierung beteiligt und hatte die Aktivitäten der UCK-Rebellen öffentlich kritisiert. Die albanische Rebellengruppe "Nationale Befreiungsarmee" (UCK) hatte die ethnischen albanischen Parteien in Mazedonien aufgerufen, bei öffentlichen Erklärungen zu den Rebellen vorsichtig zu sein. Absage an Großalbanien Der albanische Ministerpräsident Ilir Meta hat allen "großalbanischen" Bestrebungen in den Nachbarländern eine Absage erteilt. Seine Regierung lehne Grenzänderungen ab, betonte Meta. Tirana trete für den Respekt vor den bestehenden zwischenstaatlichen Grenzen ein und sei gegen neue Gewalt. Die Albaner in Serbien müssten mit der Regierung in Belgrad verhandeln, und die Unversehrtheit Mazedoniens sei für Albanien so wichtig wie für die Stabilität der ganzen Region. Der albanische Staatspräsident Rexhep Meidani verurteilte in einer Fernsehansprache alle Gewaltakte und erklärte, Albanien habe kein Interesse an einer Destabilisierung Mazedoniens. Er rief die Albaner in Albanien, im Kosovo und in Mazedonien auf, die Friedensbemühungen der internationalen Gemeinschaft zu unterstützen. (APA/dpa)