Mexiko-Stadt - Der Chef der mexikanischen Zapatisten-Rebellen, "Subcomandante Marcos", will seine Forderungen nach mehr Rechten für die indianischen Ureinwohner in Mexiko vor dem Europaparlament vertreten, falls ihm kein Rederecht vor dem mexikanischen Abgeordnetenhaus erteilt wird. "Wenn das mexikanische Parlament uns nicht anhören will, dann vielleicht das Europaparlament", sagte Marcos am Donnerstag vor Reportern in Mexiko-Stadt. Zuvor hatte der Zapatisten-Chef einen Vorschlag zurückgewiesen, nur mit einer kleinen Gruppe von Volksvertretern zu verhandeln, statt vor dem Parlament zu sprechen. Die Zapatisten-Rebellen waren am Wochenende nach zweiwöchigem Marsch triumphal in Mexiko-Stadt eingezogen. Mit der 3.000 Kilometer langen Friedenstour wollten sie ihrer Forderung nach mehr Rechten für die indianische Urbevölkerung, der Schließung von Militäreinrichtungen in Chiapas und der Freilassung aller zapatistischen Gefangenen Nachdruck verleihen. Präsident Vicente Fox hatte die Rebellen in der Hoffnung auf eine baldige Wiederaufnahme der seit 1996 auf Eis liegenden Friedensverhandlungen in der Hauptstadt empfangen. (APA/AP)