Berlin - Das deutsche Justizministerium will die Klageflut gegen deutsche Unternehmen vor US-Gerichten eindämmen. Wie das Nachrichten-Magazin "Der Spiegel" in seiner neuen Ausgabe berichtet, sollen die Amerikaner im Rahmen der Verhandlungen der "Haager Konferenz für Internationales Privatrecht" vor allem auf die zweite Zuständigkeit ihrer Gerichte verzichten. Sie erlaubt es zum Beispiel, jede deutsche Firma in den USA zu verklagen, die dort Geschäfte macht. In jüngster Zeit angedrohte Klagen wegen der BSE-Krise oder des Eisenbahnunglücks von Eschede wären nach einer solchen Neuregelung nicht mehr möglich. Justizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD): "Die Amerikaner sollten verstehen, dass es Regeln gibt, die auch von ihnen berücksichtigt werden müssen." Baden-Württembergs Justizminister Ulrich Goll (FDP) forderte "Kalkulationssicherheit" für die Unternehmen. Es könne nicht sein, "dass deutsche Firmen nach Belieben in Amerika vor Gericht geschleppt werden."(APA/dpa)