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Washington - Die US-Regierung macht nach einem Bericht der "New York Times" weitere Hilfe für Jugoslawien von der Festnahme des früheren Präsidenten Slobodan Milosevic abhängig. Diese und andere Forderungen seien der Belgrader Führung in der vergangenen Woche von US-Botschafter William Montgomery übermittelt worden, meldete das Blatt am Samstag. Der US-Kongress hat bereits vor einiger Zeit eine Frist bis zum 31. März gesetzt, in der Belgrad ein "klares Zeichen" der Kooperationsbereitschaft in der Milosevic-Frage geben soll. Andernfalls drohe ein Aussetzen der Hilfe. Von insgesamt in Aussicht gestellten 100 Millionen Dollar (106,9 Mill. Euro/1,47 Mrd. S) ist bisher etwa die Hälfte ausgezahlt worden. Der "New York Times" zufolge verlangen die USA auch, dass mindestens eine von mehreren Personen, die vor dem Internationalen UNO-Tribunal wegen Kriegsverbrechen angeklagt sind, zum Prozess nach Den Haag überstellt wird. Eine sofortige Auslieferung von Milosevic werde dagegen im jüngsten US-Forderungskatalog nicht genannt. Es heiße lediglich, Belgrad solle hinsichtlich der internationalen Vorwürfe gegen Milosevic mit dem Tribunal zusammenarbeiten. (APA)