Washington/Hebron - Der neue israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hat die palästinensische Autonomie im Westjordanland als "unabänderlich" bezeichnet. In einem Interview mit dem US- Nachrichtenmagazin "Newsweek" (Montagsausgabe) sagte Sharon, die israelische Armee werde die Situation dort nicht antasten. Vielmehr habe er vor, in dem Autonomiegebiet eine Nord-Süd-Verbindung einzurichten, so dass die Palästinenser "unbehindert vom Norden in den Süden reisen" könnten. Er wolle palästinensischen Zivilisten Erleichterungen verschaffen, den Drahtziehern terroristischer Anschläge in der Autonomiebehörde jedoch das Leben schwer machen, betonte Sharon in dem Interview. In Hebron im Westjordanland griffen jüdische Siedler am Samstag drei palästinensische Fotografen an. Die Männer - ein Mitarbeiter der Nachrichtenagentur AFP und zwei der Nachrichtenagentur Reuters - wollten Auseinandersetzungen zwischen jüdischen Siedlern und Palästinensern fotografieren. Sie wurden zusammengeschlagen und kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. (APA)