Entgegen den ursprünglichen Plänen der EU wird es nun doch nichts mit der Einführung einer eigenen euro- päischen Top Level Domain bis Mitte 2001. Insider rechnen mittler- weile mit einem Start der .eu-Domains nicht mehr vor dem 4. Quartal 2001. Der Info-Dienst doteu-partner.com fordert weiterhin eine schnelle und unbürokratische Umsetzung der Brüsseler Pläne für eine eigene europäische Top Level Domain.Fehlgeburt Europa-Domain? Markus Eggensperger, Projektleiter bei doteu-partner : "Die neue Europa-Domain darf keine Fehlgeburt werden. Zu wichtig ist ihre identitätsstiftende Funktion für ein gemeinsames euro- päisches Bewusstsein". Das Zögern der verantwortlichen Stellen stoße bei der gesamten Internet-Community auf Unverständnis, so Eggensperger weiter. Länder könnten weiter bremsen Zumindest wurde jetzt erstmals ein Zeitplan vorgelegt, in dem die weiteren notwendigen Schritte im Zusammenspiel zwischen dem Europa-Parlament und der EU-Kommission dargestellt sind. So könnte der parlamentarische Prozess bis zum Sommer abgeschlossen sein, wenn nicht die bremsenden Kräfte bei den Mitgliedstaaten - allen voran Frankreich und Spanien – jetzt weitere Hindernisse aufbauen, um so ihre unattraktiven Länderkürzel (.fr bzw. .es) zu protegieren. Nationale Domains bleiben erhalten "Die nationalen Domain-Endungen, also z.B. ".at" für Österreich werden zwar mit der Einführung von doteu nicht abgeschafft", so Eggensperger "dennoch wird sich auch hier die Spreu vom Weizen trennen und genau das müssen die Mitgliedstaaten fürchten, die ihre eigene nationale Domain-Endung zu Tode reglementiert haben". So ist z.B. in Frankreich für die Registrierung einer .fr-Domain die Vorlage eines Gewerbeschein notwendig. Mit Hochdruck an der Planung George Papapavlou, der Internet-Beauftragte der Europäischen Kommission betonte deshalb heute in Brüssel, dass nach man sich mit Nachdruck für eine schnelle Einführung der .eu-Domains mit liberalen Vergabemodalitäten einsetze. Derzeit arbeite man mit Hochdruck an einer öffentlichen Ausschreibung der Vergabe einer Registrierungsstelle, also einer "EUNIC". Ersten Informationen zufolge, hat hierbei CO-EUR eine internationale Vereinigung aus Domain-Registraren wohl die besten Aussichten, den Zuschlag zu erhalten.