Wien - Die österreichischen Wirtschaftsforscher dürften in drei Wochen ihre Wachstumsprognosen für Deutschland und damit auch für Österreich des Jahres 2001 etwas zurücknehmen. Der Leiter des Institutes für Höhere Studien (IHS), Bernhard Felderer, sprach Montag im Klub der Wirtschaftspublizisten von "ganz kleinen Anpassungen, die nicht dramatisch ausfallen dürften" und auch das österreichische Budget 2001 nicht beeinträchtigen werden". Die "Konjunkturdividende" werde jedoch geringer ausfallen. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) hatte bei der Dezember-Prognose für 2001 in Österreich ein reales Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2,6 Prozent erwartet, das IHS von 2,5 Prozent. Für Deutschland hatte das IHS ein reales Wachstum von 2,4 Prozent angenommen. Die deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute nehmen ihre Wachstumsprognosen jedoch zurück. Felderer nahm heute an, dass die vorübergehende Abschwächung in den USA heuer Europa nicht ungeschoren lassen werde. Die Lage in USA und Japan dürfte das Wachstum des Welthandels etwa auf die Hälfte des Jahres 2000 zurückwerfen. Davon ist die exportlastige deutsche Wirtschaft - von der die österreichische Wirtschaft stark abhängig ist - besonders getroffen. (APA)