Basel - Das Wirtschaftswachstum Europa wird sich in diesem Jahr gegenüber 2000 etwas verlangsamen und dürfte um drei Prozent liegen. Wie Eddie George, Sprecher der G-10-Zentralbanken bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und Gouverneur der Bank of England, am Montag in Basel betonte, wird das Wachstum in Europa weiterhin ohne Inflationsdruck erwartet. In den USA stellt sich nach den jüngsten Konjunkturdaten das Szenario etwas besser dar. Gleichwohl sehe die G-10-Gruppe weiterhin Risiken. Dabei verwies George auf die Aktienmarktentwicklung und deren Einfluss auf das Verbrauchervertrauen. Erholung in der zweiten Jahreshälfte Auf Basis der verfügbaren Datenlage erscheine aber nach der Abkühlung zum Jahresbeginn eine Erholung in der zweiten Jahreshälfte am wahrscheinlichsten, betonte er. Auch sei die Verlangsamung weniger abrupt gewesen, als vielfach zuvor befürchtet worden sei, rundete George die verhalten optimistische Einschätzung ab. In Japan sei das Wachstumstempo noch nicht auf einem wünschenswerten Niveau. Es werde mit einer anhaltend niedrigen Expansion gerechnet. Die Ursachen dafür müssten von der Politik angegangen werden, mahnte George an und verwies auf die relativ breit gestreuten Probleme in Japan. (APA/vwd)