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Pleul/dpa
Brüssel - Mit einem Wachstum von 3 Prozent hat die europäische Stahlindustrie 2000 ein Rekordjahr erlebt. Auch für 2001 geht die EU-Kommission in ihrer Prognose von einem anhaltend hohen Niveau aus. Die europäische Stahlindustrie, die einen Anteil von 20 Prozent am Weltmarkt hat, verzeichnete im vergangenen Jahr nach Angaben der EU-Kommission vom Montag eine Gesamtproduktion von 163 Mill. Tonnen. Die europäische Stahlindustrie beschäftigt 270.000 Arbeitnehmer. Dies entspricht nur etwas mehr als der Hälfte des Standes vor 20 Jahren. Im Zuge der schmerzhaften Sanierung der an Überkapazitäten leidenden Industrie in den 70er und 80er Jahren konnte der Sektor langsam wieder in die Gewinnzone geführt werden. In den 90er Jahren verhalfen die neuen Technologien und modernen Produktionsverfahren sowie internationale Zusammenschlüsse der Branche zu neuem Aufschwung. Der europäische Markt verbraucht derzeit praktisch die gesamte Stahlproduktion der EU. Im vergangenen Jahr genügte das Angebot nicht, sodass 24 Mill. Tonnen aus Drittstaaten importiert werden mussten. Die guten Aussichten auch für das laufende Jahr verdankt die Stahlindustrie den insgesamt positiven Wachstumsaussichten. Nur Ende des vorigen Jahres und Anfang dieses Jahres gingen Nachfrage und Preise etwas zurück. Für dieses Jahr rechnet die EU-Kommission mit einem Rückgang der Drittlandseinfuhren und einem leichten Anstieg der Ausfuhren der europäischen Stahlindustrie. (APA)