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Foto: Gindl/APA
Wien - Der Generaldirektor der EVN AG, Rudolf Gruber, sieht noch Chancen für eine Österreich-Lösung in der heimischen E-Wirtschaft: Eine rein österreichische Lösung halte er noch für realistisch, so der EVN-Chef am Montagabend in der "ZIB 2". Bei einigem guten Willen sollte es möglich sein, zwischen Verbund und der EnergieAllianz (EVN, Wiener Stadtwerke, Linz AG sowie Bewag und Begas) eine Einigung zu erzielen, wie die österreichische Wasserkraft in einem liberalisierten Markt vermarktet werden kann sowie den gemeinsam erzielten Erfolg auf die Partner aufzuteilen, sagte Gruber am Dienstag. Mit dem geplanten Verkauf des 27-Prozent-Anteils an der EVN, der derzeit syndiziert von Verbund, Energie AG Oberösterreich und steirischer EStAG gehalten wird, könnte die Sperrminorität am niederösterreichischen Energieversorger ins Ausland gehen, heißt es. Als Interessenten werden vor allem die französische Energie de France (EdF), die bereits mit 25 Prozent und einer Aktie an der EStAG beteiligt ist, und die deutsche E.ON kolportiert. Die EVN, die gemeinsam mit den Wiener Stadtwerken und der Tiroler Tiwag eine Sperrminorität von rund 27 Prozent am Verbund hält, will sich von ihrem Verbund-Anteil von rund 10 Prozent nicht trennen. Die Beteiligung werde als Schlüssel zur österreichischen Wasserkraft angesehen, hieß es. Auch die Wiener Stadtwerke wollen ihren Anteil von 10 Prozent am Verbund nicht abgeben. Der Chef der Tiroler Wasserkraftwerke AG (Tiwag), Herbert Hönlinger, hatte Ende Februar dieses Jahres einen Verkauf der rund 6-prozentigen Verbund-Beteiligung nicht ausgeschlossen. Bei günstigen Kursen wolle man sich sukzessive von den Aktien trennen, hieß es heute aus der Tiwag. (APA)