Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon will laut Zeitungsberichten auch in Zukunft nicht die israelischen Atomkapazitäten offenlegen. Dies werde Sharon bei seinem Treffen mit US-Präsident George W. Bush am kommenden Dienstag deutlich machen, berichtete die Zeitung "Haaretz" am Dienstag unter Berufung auf die Regierung. Nach einem Abkommen mit den USA von 1969 braucht Israel der Regierung in Washington keine Auskunft über sein atomares Potenzial zu geben. Im Gegenzug verzichtet der jüdische Staat auf Atomversuche. Aufgrund der Vereinbarung übt Washington keinen Druck auf Israel aus, dem Atomwaffensperrvertrag beizutreten. Israel wies stets Berichte als falsch zurück, wonach es über ein Atomwaffenarsenal verfügen soll. Nach Angaben ausländischer Experten wurden jedoch in dem Atomkraftwerk von Dimona in der Negev-Wüste 200 Atomsprengköpfe hergestellt. (APA/AFP)