Wien - Benzin in Österreich wird heuer nicht besonders günstig, aber auch nicht übertrieben teuer sein. "Die Preise werden heuer stabil auf hohem Niveau sein. Große Ermäßigungen für den Konsumenten wird es nicht geben", meinte der Wiener Energiebroker Johannes Benigni von PVM Oil Associates am Dienstag gegenüber der APA. Ein Liter Eurosuper kostet an Österreichs Bedienungstankstellen bereits seit 19. Februar maximal 13,10 S (0,95 Euro), ein Liter Diesel seit 12. Februar 11,15 S. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordsee-Referenzsorte Brent kostet aktuell 25,50 Dollar (27,5 Euro/378,4 S). Bei der Mineralölwirtschaft sei die Flexibilität auf Grund geringer Lagerbestände "nicht sehr hoch". Bis zum Saisonhöhepunkt Juni/Juli werde es im Treibstoffhandel relativ hohe Margen geben. Danach könnte es zu einem starken Abfallen der Preise kommen. Die absoluten Preise würden daher innerhalb des Jahres eine hohen Volatilität aufweisen. Rohölpreis über 25 Dollar Für den Konsumenten werde dieses Jahr aber alles in allem "relativ unspektakulär" verlaufen, sagte Benigni. Die Rohölpreis würden heuer nämlich ziemlich stabil bei knapp über 25 Dollar zu liegen kommen. Dies werde von der OPEC stark verfolgt. "Die OPEC macht alles um dieses Ziel zuerreichen", meinte der Experte. Für den nächsten OPEC-Gipfel am kommenden Freitag in Wien erwartet der Experte eine Kürzung der Fördermengen um 500.000 bis 700.000 Barrel. Eine Senkung darunter wäre "nicht erwähnenswert". Sollte es jedoch zu keiner Reduktion der Fördermengen kommen, würde dies ein Sinken der Preise mit sich bringen, so Benigni. Die Kürzung um 500.000 bis 700.000 Barrel werde daher voraussichtlich der Kompromiss zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten sein, die einer Kürzung der Förderung auf Grund der angespannten politischen Lage im Nahen Osten zum Teil recht skeptisch gegenüber stünden. (APA)