Wien - Fast 22 Prozent der heimischen Studenten können sich grundsätzlich mit Studiengebühren anfreunden, das aktuelle Modell des Bildungsministeriums stößt dagegen auf eine fast geschlossene Ablehnungsfront. Das geht aus einer von der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) durchgeführten Umfrage unter 1.700 Studenten hervor. "Das Ergebnis zeigt, dass die Studierenden nicht alles glauben, was aus dem Ministerium kommt", kommentierte ÖH-Vorsitzender Martin Faißt die Studie. Laut der Studie sind 92,4 Prozent der Studierenden an Österreichs Universitäten - ohne Kunst-Unis - gegen das vom Ministerium vorgeschlagene Modell, nur 4,6 Prozent sind dafür. Die breite Ablehnung zieht sich dabei praktisch durch alle Hohen Schulen, besonders ablehnend sind mit 96 Prozent Studierende in Salzburg sowie an der TU Wien. Nur 90 Prozent Ablehnung des ministeriellen Modells kommt dagegen von den Grazer Universitäten. Die grundsätzliche Ablehnung von Studiengebühren nimmt sich vergleichsweise bescheiden aus, nur 77,2 Prozent sind gegen jegliche Form von Bezahlung fürs Studium. 21, 7 Prozent sind dafür, 1,2 Prozent machten keine Angaben. Auch sind hier die Unterschiede an den einzelnen Standorte deutlichr ausgeprägt. So ist man an der Uni Salzburg mit 89 Prozent gegen Studiengebühren, an der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien dagegen nur mit 67 Prozent. (APA)