Wien - Durch die Umstellung auf Europreise dürften den heimischen Konsumenten beim Kauf von Lebensmitteln künftig Preissenkungen um durchschnittlich 4 Prozent winken. Der Lebensmittelhandel werde versuchen, durch Abrundungen neue Preisschwellen zu finden, erwartet die Wiener Beratungsfirma Kreutzer Fischer & Partner. Damit sei je nach Produkt mit Preisreduktionen bis zu 10 Prozent zu rechnen. Beim häufigsten Preis im Lebensmittelhandel - 9,90 S - werde die Ersparnis 4,1 Prozent betragen. Über das gesamte Sortiment werde die gewichtete Preisreduktion bei rund 4 Prozent liegen. Laut einer neuen Studie von Kreutzer Fischer & Partner ist dies mehr, als die Preisreduktion ein Jahr nach dem EU-Beitritt Österreichs (1995) ausgemacht hat. In Summe hätten die Österreicher damals im Lebensmittelhandel nur um 3,6 Prozent billiger eingekauft. Dass sich der Lebensmittelhandel im Zuge der Europreisumstellung ein "Körberlgeld" holt, sei nicht zu befürchten, so die Studie. Zu bedenken sei jedoch, dass die künftigen Preisreduktionen teilweise durch präventive Preiserhöhungen im Vorfeld der Umstellung finanziert würden. So sei zum Beispiel die vor kurzem erfolgte österreichweite Milchpreiserhöhung nicht auf die BSE-Krise zurückzuführen, sondern im Licht der Einführung des Euro-Bargeldes mit Anfang 2002 zu sehen. (APA)