Brüssel - Die Europäische Union (EU) hat den wegen der Maul- und Klauenseuche verhängten umfassenden Importbann der USA als "nicht angemessen" kritisiert. Eine Sprecherin von Verbraucherschutzkommissar David Byrne verwies am Mittwoch in Brüssel darauf, dass bei derartigen Seuchenausbrüchen Einfuhrverbote normalerweise auf die betroffenen Regionen eingegrenzt würden. Großbritannien und Frankreich und Türkei "Wir erwarten von den Drittländern angemessene Maßnahmen", sagte sie, räumte aber ein, dass es "Anlass zur Besorgnis gebe". Die USA und Kanada hatten nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) auf dem europäischen Festland ein Einfuhrverbot für lebende Tiere, Fleisch und die meisten Milchprodukte aus der gesamten EU verhängt. Betroffen von der Seuche seien bisher aber nur Großbritannien und Frankreich und Türkei, betonte die Sprecherin. Eine Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) strebt die EU den Angaben zufolge derzeit aber nicht an. Dies wäre "übertrieben", sagte die Sprecherin von Byrne. Schließlich handle es sich bei dem US-Importstopp um eine zeitlich begrenzte Maßnahme. (APA)