London - Die Internationale Energie-Agentur (IEA), Paris, hat erneut ihre Prognosen für den weltweiten Ölbedarf 2001 nach unten korrigiert. So erwartet die Agentur gegenüber dem Vorjahr 2000 einen Anstieg der Ölnachfrage von 1,41 Mill. Barrel pro Tag, wie die IEA in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht mitteilt. Damit fällt die IEA Prognose um 460.000 Barrel pro Tag niedriger aus. Die Nachfrageschätzungen seien auf Grund des milden Winters, der stagnierenden Konjunktur in Nordamerika und von Preiseffekten zurückgegangen. Darüber hinaus sei auch der Bedarf in einigen Nicht-OECD-Ländern geschrumpft. So erwähnte die IEA beispielsweise die rückläufigen Öllieferungen in China, den geringeren Gasölbedarf in Lateinamerika und die reduzierte Dieselproduktion in Südasien. In ihrem jüngsten Bericht revidierte die Energie-Agentur auch die Vorratsschätzungen für das vierte Quartal 2000 um 45 Mill. Barrel/Tag nach unten. Die vorläufigen OECD-Vorratsschätzungen für Jänner fielen um zehn Mill. Barrel/Tag niedriger aus. Entgegen den Befürchtungen der OPEC (Organisation Erdöl exportierender Länder) geht die IEA nicht von einem Ölpreisverfall im zweiten Quartal 2001 aus. Nach weiteren Angaben der Agentur ist die weltweite Ölproduktion im Februar um 0,7 Mill. Barrel/Tag auf 77,25 Mill. Barrel/Tag gefallen. Die Reduzierung führt die IEA auf die neuste Ölförderbeschränkung der OPEC zurück. (APA/vwd)