Ein neuer Virus, über den verschiedene Hersteller von Anti-Viren-Software berichten, hat sich den kostenlosen Mail-Client Pegasus als Transportmittel auserkoren. Der neuseeländische Entwickler dieses Mail-Programms, David Harris, hat eine Meldung autorisiert, mit der Anwender des Programms gewarnt werden sollen. Der Virus selbst zerstört keine Anwenderdaten, löscht aber unter bestimmten Umständen die infizierten Programme. Zur Vervielfältigung sucht der Virus nach noch nicht versendeten Pegasus-Mails und erweitert diese Mails um ein Attachment. Pegasus speichert solche Mails mit der Extension .pmw. Solche Dateien werden allerdings nur in Dial-In-Umgebungen angelegt, sofern der Menü-Punkt "Send Mail at once" deaktiviert ist. Nur dann werden Mails als Dateien zwischenzeitlich abgelegt. Wie David Harris weiter berichtet, soll der Virus beim Versuch der Infektion meist scheitern. Von dem Virus sind aber nicht nur Pegasus-Nutzer betroffen, denn das Attachment kann auch mit anderen Klienten geöffnet werden. Es empfiehlt sich daher generell, solchen Mail-Erweiterungen skeptisch gegenüber zu stehen. Ausführbare Dateien sollten prinzipiell nicht als Mail versendet oder empfangen werden. Elektronische Mail ist ohnehin nicht als Distributionskanal für solche Daten geeignet. (newsboard)