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Wien - Der Frage "Wählt Wien anders? - Buntes Wien versus Schwarz-Blau?" stellten sich am Mittwochabend Vertreter von SPÖ, ÖVP, Grünen, LIF und KPÖ. Einig waren sich die Proponenten aller fünf Parteien in ihrer Kritik an der Bundesregierung. Wie ein "Buntes Wien" nach der Gemeinderatswahl am 25. März aussehen könnte, blieb bei der Podiumsdiskussion im Stadtteilzentrum in Wien-Simmering allerdings offen. Für eine "gelebte, real existierende Alternative zur Bundespolitik" sprach sich SP-Gemeinderat Andreas Schieder aus. Eine solche Alternative müsse "nicht automatisch farblich anders" sein. Für ihn stehe nicht die Koalitionsfrage, sondern ein gutes Ergebnis für seine eigene Partei im Vordergrund. Schieder: "Nur eine starke SPÖ ist eine Watschen für die Bundesregierung." Die grüne Gemeinderats-Kandidatin Alev Korun will sich ansehen, "ob die SP bereit ist für ein Gegenmodell zur Bundesregierung". Ein Zusammengehen falle nicht vom Himmel, eine weitgehende Deckung der Programme sei dazu notwendig. Auch der LIF-Listenzweite Kave Atefie will "Bestandteil eines Wiener Gegenmodells zu Schwarz-Blau" sein, das seiner Ansicht nach auch bundespolitische Auswirkungen haben könnte. Und auch Kurt Wendt (KPÖ) will "ein Zeichen gegen die Regierung setzen". Von den derzeitigen Rathaus-Parteien erwartet er sich in dieser Hinsicht allerdings nichts Neues, schon gar nicht ein Koalition zwischen SP und Grünen: "Die SPÖ wird wieder mit der ÖVP koalieren, mit dem Argument, die Grünen gefährden die Autofahrer." Nur geringe Wähler-Verschiebungen bei der Wien-Wahl erwartet sich VP-Gemeinderatskandidat Rüdiger Stix, ehemals FP-Mitglied und zuletzt fraktionsloser Abgeordneter. Obwohl die schwarz-blaue Bundesregierung mit "Inkompetenz, die mich fassungslos macht" agiere, sei vor allem die ÖVP bei den vergangenen Landtagswahlen durch die Wähler bestätigt worden. Ähnliches erwartet Stix nun auch in Wien. (APA)