Linz - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace setzte am Donnerstag ihre Mittwoch Nachmittag begonnene Blockade gegen ein mit rund 1.500 Tonnen Sojaschrot beladenes Frachtschiff auf der oberösterreichischen Donau in Aschach aus Protest gegen die Verwendung von gentechnisch veränderten Sojabohnen in Futtermitteln fort. Ein Entladen der Fracht war damit nicht möglich. Die betroffene Firma "Garant" wartete noch ab. Das Unternehmen stellte fest, die Blockade-Aktion betreffe nicht sein Betriebsgelände, sondern das Schiff. Dessen Eigentümer habe die Exekutive verständigt und Anzeige erstattet. Vorerst werde jedoch nichts unternommen. Es gebe genügend Vorräte, um weiter produzieren zu können, allerdings fielen nun an Kosten pro Tag 1.000 D-Mark (511 Euro/7.036 S) Liegegebühren an, die zu bezahlen seien. Greenpeace begründet seine Aktion damit, dass nach dem Verbot von Tiermehl jetzt vermehrt Sojaschrot in Futtermittel gemischt werde. Dazu werde jedoch Gentech-Soja verwendet und zwar ohne jede Kennzeichnung. Es lande über die Nahrungskette auf den Tellern der Konsumenten. Konsumenten und Bauern würden so zu Opfern der Gentech-Industrie. Niemand wisse heute, welche Gefahren vom Einsatz der Gentechnik in Essen und Futtermitteln ausgingen und wie sich diese Stoffe langfristig auf die Gesundheit der Menschen auswirkten. (APA)