Planica - Martin Schmitt, der Gesamtsieger der vergangenen zwei Jahre, hatte am Sonntag das letzte Wort im Skisprung-Weltcup 2000/01. Der Deutsche sicherte sich mit einem 218-m-Satz von der Flugschanze in Planica seinen sechsten Saisonsieg und überdies die kleine Kristallkugel im Skiflug-Weltcup. Adam Malysz verpasste zwar den zwölften Erfolg im WM-Winter, den ersten Platz im Gesamtweltcup (358 Punkte vor Schmitt) hatte er aber schon vor dem Finale in der Tasche. Für den ÖSV blieben zum Abschluss nur siebente Ränge: Durch Weltrekordler Andreas Goldberger in dem nach dem ersten Durchgang wegen aufkommenden Windes abgebrochenen Bewerb und im Skiflug-Weltcup sowie durch Wolfgang Loitzl in der Weltcup-Gesamtwertung. Goldberger hatte mit 203 m seinen insgesamt 17. Flug über die 200-m-Marke gestanden und ist in dieser Statistik vor Schmitt (16) die Nummer eins. Martin Koch, der im Probedurchgang auf 207 m gesegelt war, schaffte mit 202,5 m und Rang acht seine bisher beste Weltcup-Platzierung. Positives Innauer, der nach dem tödlichen Unfall von Alois Lipburger kurz vor der WM als Coach der ÖSV-"Adler" eingesprungen war, zog aber dennoch ein in Summe positives Resümee. Malysz und Schmitt wären einfach sehr stark gewesen, während ÖSV-Hoffnungsträger Andreas Widhölzl "nicht so gegriffen hat und nicht in Normalform war", sagte Innauer. Beim Saisonhöhepunkt, der WM in Lahti hatten die Österreicher aber mit drei Medaillen die Erwartungen übertroffen. Die Goldene im Teambewerb von der Normalschanze war für Athleten und Trainer ein ganz besonderes Erlebnis. "Diese Medaillen wiegen es auf, dass im Einzel-Gesamtweltcup kein Topresultat erreicht wurde", bilanzierte Innauer. Für die Athleten gibt es nun die verdiente Pause, auf den Sportdirektor wartet hingegen noch viel Arbeit. Innauer muss in den kommenden Wochen u.a. über die Position des Springertrainers entscheiden. Der Vorarlberger hat Kontakte zu Kandidaten geknüpft, "ich selbst bin aber auch eine der Optionen", sagte er. Ergebnisse des letzten Bewerbs zum Skisprung-Weltcup 2000/01: 1. Martin Schmitt GER 217,60 (218,0 m) 2. Risto Jussilainen FIN 217,00 - 0.60 (217,5) 3. Tommy Ingebrigtsen NOR 211,70 - 5.90 (218,5) 4. Adam Malysz POL 211,00 - 6.60 (212,5) 5. Tami Kiuru FIN 205,20 - 12.40 (208,5) 6. Igor Medved SLO 198,70 - 18.90 (206,0) 7. Andreas Goldberger AUT 197,60 - 20.00 (203,0) 8. Martin Koch AUT 193,50 - 24.10 (202,5) 9. Christof Duffner GER 192,50 - 25.10 (202,5) 10. Stefan Horngacher AUT 190,50 - 27.10 (200,0) 11. Olav Magne Doennem NOR 190,00 - 27.60 (197,5) 12. Hideharu Miyahira JPN 188,90 - 28.70 (197,0) 13. Jakub Janda CZE 187,90 - 29.70 (194,5) 14. Henning Stensrud NOR 185,50 - 32.10 (195,0) 15. Wolfgang Loitzl AUT 183,60 - 34.00 (190,5) (APA/red)