Wien - Der Generalbevollmächtigte des BML-Konzerns (Billa, Merkur, Mondo, Bipa), Veit Schalle droht ein Volksbegehren für längere Öffnungszeiten zu initiieren, sollte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein nicht bald einen Gesetzesentwurf für eine Erweiterung der Ladenöffnungszeiten vorlegen. In den rund 1000 Billa-Geschäfte, 100 Merkur-Verbrauchermärkte, etwa 200 Mondo-Diskontmärkte und 450 Bipa-Drogeriemärkten könnten Unterschriftenaktionen bei den Konsumenten durchgeführt werden, sagte Schalle laut "Kurier". Der BML-Konzern wünscht sich einen Ausweitung der wöchentlichen Rahmenöffnungszeiten von derzeit 66 auf 78 Stunden, um vor allem am Morgen früher aufsperren zu können. Im Regierungsübereinkommen von ÖVP und FPÖ ist eine Erweiterung auf 72 Stunden festgeschrieben. "Rohrkrepierer" Die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) hält die Idee eines Volksbegehrens laut dem Bericht für einen "Rohrkrepierer", weil Umfragen gezeigt hätten, dass "mit neunzig Prozent ein großer Anteil der Bevölkerung mit den bestehenden Öffnungszeiten zufrieden ist", so GPA-Sekretär Karl Dürtscher zum "Kurier". Ein solches Volksbegehren "eher nicht" unterstützen würde auch Alois Wichtl, Gremialvorsteher des Lebensmittelhandels in der Wirtschaftskammer Österreich. Er gehe davon aus, dass "viele unserer Mitglieder meinen würden, Billa gehe hier zu weit." (APA)