Wien - Peter Schumann, Kandidat der Wiener FPÖ auf der Landesliste hat gegenüber der APA sein Bedauern über seine Aussage, wonach er sich "in einer braunen Partei recht wohl" fühle, geäußert. "Der braune Sager tut mir leid. Wenn ich gewusst hätte, was ich damit auslöse, hätte ich das nicht gesagt. Ich habe mit dem Nationalsozialismus oder diesem Gedankengut nichts zu tun. Meine Aussage war nur zynisch gemeint auf die Aussage, bei der FPÖ sei nur braunes G'sindel", erklärte Schumann. In einem Gespräch mit FP-Spitzenkandidatin Helene Partik-Pable habe diese ihm frei gestellt, ob er von seiner Kandidatur zurücktrete oder nicht. "Ich will Kandidat der FPÖ bleiben. Nur wenn ich sehe, dass Partik-Pable durch diese Aussage in ein Eck gedrängt wird, werde ich mir das überlegen", sagte Schumann. Die Situation sei aber auch rechtlich reichlich kompliziert, weil er gar nicht von der Kandidatur zurücktreten könne, da die Liste bereits eingereicht sei. Die unqualifizierten Angriffe tun schon sehr weh", erklärte Peter Schumann. Seine Aussage sei von vielen Medien völlig unvollständig und verzerrt dargestellt worden. "Ich kann gar nicht nationalsozialistisch sein, denn in der Kindergruppe, die ich betreue, habe ich elf türkische Kinder", sagte Schumann. FP-Spitzenkandidatin Helene Partik-Pable sagte im ORF-Fernsehen, sie wisse nicht, ob Schumann auf der Liste bleiben werde. Die Entscheidung liege jedoch bei Schumann. Partik-Pable weiter: "Es war eine dumme, unsensible Äußerung." Ihr selbst tue das Ganze auch leid, weil sie mit Schumann, der seit einem Unfall schwerstbehindert ist, als Quereinsteiger einen Akzent setzen wollte. (APA)