Peking - In China wurden neusten Erkenntnissen von Forschern zufolge vor rund vier Jahrtausenden Menschen skalpiert. Zu diesem Befund kamen chinesische Archäologen nach der Untersuchung von Einkerbungen an fünf alten Schädeln, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete. Rund um die Schädel verliefen Schnittspuren, die offenbar von Steinwerkzeugen stammen. Dies deutet nach Ansicht der Forscher darauf hin, dass den untersuchten Opfern die Kopfhaut vom Schädel abgezogen wurde, wie es bei Skalpierungen üblich ist. Einige Studien ließen vermuten, dass dieses Vorgehen nicht nur bei Leichen, sondern auch bei lebenden Opfern angewendet wurde. Die bei den chinesischen Funden festgestellten Spuren ähneln laut Xinhua denen von Skalpierungsopfern in Nordamerika. Die Schädel wurden in den Provinzen Hebei und Henan in Nord- bzw. Zentralchina ausgegraben. Sie sind die ältesten Überreste von Skalpierungsopfern in Asien und Europa. (APA)