Moskau - In der tschetschenischen Hauptstadt Grosny sind nach Angaben der russischen Polizei zehn Einwohner ermordet worden. Sicherheitskräfte fanden im Lenin-Stadtteil vier Frauen und drei Männer erschossen auf. Ein weiterer Mann sei erstochen worden, meldete die Agentur Interfax am Dienstag unter Berufung auf die Stadtverwaltung. Außerdem seien die Leichen von zwei Männern gefunden worden, die wahrscheinlich bereits vor zwei Monaten getötet wurden. Acht der Ermordeten seien Russen, hieß es. Ermittler machten für die Morde tschetschenische Rebellen verantwortlich, die die Lage in Grosny destabilisieren wollten. Die Hauptstadt der abtrünnigen Kaukasusrepublik war bei einer mehrwöchigen Belagerung durch russische Truppen Anfang 2000 fast völlig zerstört worden. Im Lauf des Jahres kehrten angeblich bis zu 100.000 Menschen in die Stadt zurück, in der Minenexplosionen und Heckenschützenangriffe weiter an der Tagesordnung sind. (APA/dpa)