Wien - Die Hochkommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Mary Robinson, hat zum Internationalen Tag gegen Rassismus und Diskriminierung am Mittwoch, 21. März, zu mehr Toleranz und Vielfalt im 21. Jahrhundert aufgerufen. "Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz sind nicht verschwunden", heißt es in einer von der UNO am Dienstag veröffentlichten Erklärung Robinsons. Die UNO-Weltkonferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz im September 2001 in Südafrika solle für die volle Anerkennung der Würde und Gleichheit aller wirken. 1966 proklamierte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 21. März zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung und rief die Staatengemeinschaft auf, ihre Anstrengungen zur Bekämpfung rassischer Diskriminierung zu verdoppeln. Dieser Tag wurde auf den 21. März festgelegt, um des Massakers in Sharpeville in Südafrika zu gedenken, bei dem die Polizei 1960 das Feuer auf eine friedliche Demonstration gegen die "Passgesetze" des Apartheidregimes eröffnete und insgesamt 69 Menschen erschoss. "Wir alle gehören zu einer menschlichen Familie. Den schlagenden Beweis für diese Wahrheit hat die erste vollständige Entzifferung des menschlichen Genoms geliefert. Diese außergewöhnliche Leistung bestätigt nicht nur unser gemeinsames Menschsein, sondern verspricht auch, das wissenschaftliche Denken und Arbeiten zu verändern, sowie die Vorstellungen, die sich unsere Spezies von sich selbst macht. Sie ermutigt uns, unseren menschlichen Geist voll auszuüben, alle seine Innovationen, kreativen und moralischen Kapazitäten wieder zu erwecken, bestärkt durch die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen und Männern. Und sie könnte das 21. Jahrhundert zur Ära der wirklichen Erfüllung und des Friedens machen", so die UNO-Hochkommissarin. (APA)