München/Salzburg - "Die Situation für die Volkswagen-Konzernmarken läuft auch heuer extrem gut", freut sich Hermann Becker, Sprecher von Importeur Porsche Austria, über 36,5 Prozent Marktanteil in den ersten beiden Monaten des Jahres 2001. Mit VW Golf, Passat und Skoda Fabia belegt der deutsche Autoriese gleich die ersten drei Positionen in der Zulassungsstatistik. Ford wurde von Skoda auf den vierten Platz verdrängt. Zu den VW Konzernmarken gehören noch Seat und Porsche. Die Luxusmarke Audi liege derzeit mit 4,8 Prozent Marktanteil auf Höhe des Vorjahres, allerdings rechne man über das Gesamtjahr mit über fünf Prozent, so Becker. 16.000 Audi-Neuzulassungen seien ein realistisches Ziel, zumal das Volumsmodell A4 jetzt praktisch voll verfügbar sei. Porsche Austria rechnet für Österreich weiter mit einem nur leicht schrumpfenden Markt von 305.000 Neuzulassungen (nach 314.000 im Vorjahr). In den ersten beiden Monaten gingen die Pkw-Zulassungen um vier Prozent zurück. Das Interesse am Auto sei größer denn je, allerdings sei angesichts eingebremster Konjunktur die Spontaneität in der Kaufentscheidung nicht so ausgeprägt wie zuletzt, meint der Sprecher von Porsche Austria. Im Premium-Segment liegt Audi hierzulande weiter vor BMW und Mercedes. Das sei nur in zwei weiteren europäischen Märkten der Fall, freut sich Audi-Vertriebschef Georg Flandorfer. Der Vertriebschef relativiert in dem Zusammenhang hartnäckige Gerüchte, die Ingolstädter würden Fahrzeuge bei Magna Steyr in Graz montieren lassen. "Aktuell eindeutig nein." Anders sehe die Situation bei ausgeprägten Nischenprodukten aus, die auf Jahresstückzahlen von rund 10.000 kalkuliert würden. Auf dem Sektor verfüge Graz über riesige Kompetenz. In der Branche gilt allerdings als offenes Geheimnis, dass Audi künftig Nischenfahrzeuge in genau dieser Größenordnung bauen wird. (stock)