Wien - Nach dem Verpuffen der US-Zinssenkung an den Börsen in New York - Dow Jones und Nasdaq gaben nach der Fed-Entscheidung am Dienstag Abend deutlich nach - ist Bank-Austria-Analystin Monika Rosen der Ansicht, dass nur noch positive Unternehmensprognosen für eine Stabilisierung der Märkte sorgen können. "Zinssenkungen allein reichen nicht. Der Markt würde positive Nachrichten der Unternehmen brauchen, was die zukünftigen Erträge, die zukünftige Entwicklung betrifft, um wieder Tritt zu fassen", sagte Rosen am Mittwoch im Radio-"Morgenjournal": "Dann würde ich einen Turnaround im Markt erwarten - bis dorthin wird es schwierig." Zinssenkung hat nichts genützt Auch Norman Roesch von Goldman Sachs in Frankfurt meinte nach dem Beschluss der US-Notenbank Federal Reserve, die Leitzinsen um 50 Basispunkte zu senken, der Markt habe damit lediglich "das bekommen, was er wollte". Die Zinssenkung habe "nichts genützt - die Stimmung ist schlimm", kommentierte Roesch am Dienstagabend in n-tv. Es zeige sich, dass der Markt in seiner jetzigen Verfassung offensichtlich "zwei Beine" benötige, auf denen er stehen könne, nämlich neben der Zinsseite auch die Gewinne der Unternehmen. Diese seien kurzfristig aber sehr schlecht, "bzw. man sieht keine", erklärte Roesch, "und das verunsichert die Anleger im Moment total". Fed-Chairman Alan Greenspan habe sich allerdings die Tür offen gelassen für Interventionen, also eine weitere Zinssenkung, auch vor der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses am 15. Mai: "Greenspan will die Situation sehr eng und sehr genau beobachten und - in Klammern gesagt - handeln, falls er es als erforderlich ansieht." (APA)