Wien - Die börsenotierte CA Immobilien Anlagen AG wird im heurigen Jahr rund 70 Mill. Euro - rund eine Milliarde Schilling - in neue Immobilienobjekte stecken und zu diesem Zweck im kommenden April/Mai eine bis zu 10-prozentige Kapitalerhöhung im Volumen bis zu 25 Mill. Euro (344 Mrd. S) vornehmen. Angelegt werden soll die Investitionssumme vor allem in Büroimmobilien in Warschau und Prag, die zwischen 11 und 12 Prozent Rendite abwerfen werden. Im Jahr 2000, dem ersten auf "Kalenderjahr" umgestellten Geschäftsjahr, konnte das Unternehmen nach den am Mittwoch vorgestellten Zahlen seine Wachstums- und Ertragsziele klar übertreffen. Die Mieterträge konnten auf Grund einer um etwa 50 Prozent angestiegenen Nutzfläche von 8,8 Mill. Euro 1998/99 auf 15,8 Mill. Euro (217,4 Mill. S) gesteigert werden, die Bruttorendite (Mieten/Anschafffungswert) erhöhte sich von 6,2 auf 7 Prozent - bis 2003, so CA Immo-Vorstand Wolfhard Fromwald soll dieser Wert auf 7,5 bis 8 Prozent zulegen. Der Cash-Flow aus laufenden Geschäften ist von 9,2 auf 13,5 Mill. Euro gewachsen. Milliardeninvestition Für eine Büroimmobilie im Zentrum von Warschau (10.000 m2, mehr als 11 Prozent Rendite) sowie für ein erst zu errichtendes Objekt in Prag (14.000 m2, mehr als 12 Prozent Rendite) sowie für eine dritte gewerbliche Immobilie in Wien will die CA Immo (an der die Creditanstalt übrigens mittlerweile nur mehr ein Prozent hält) heuer rund 70 Mill. Euro ausgeben. Um diese Summe aufzubringen, verlässt man sich auf die Ausgabe neuer Aktien im Volumen bis zu 25 Mill. Euro, liquide Mittel in Höhe von etwa 22 Mill. Euro sowie Kredite. Die CA Immo, die derzeit eine "niedrige Fremdkapitalquote" von etwa 25 Prozent habe, könne aus Gründen der Rentabilität durchaus auf einen Fremdkapitalanteil von 40 Prozent kommen, sagte Fromwald. "Die Finanzierung der Milliarde stellt jedenfalls kein Problem dar." Noch aus einem zweiten Grund sei eine Kapitalerhöhung vonnöten - nämlich um angesichts des überaus regen Anlegerinteresses an CA-Immo-Aktien "neues Material" zu bekommen. Mittlerweile befinden sich 76 Prozent des Kapitals im Streubesitz, das "breite Publikum" trete als Anleger auf, hieß es. Hilfreich sei dabei die Situation an den Aktienbörsen - ebenso wie der Umstand, dass professionelle Anlageberater den Anteilschein zunehmend in ihre Anlageempfehlöungen aufgenommen hätten, sagte Fromwald. Die Aktionäre der CA Immo konnten im Vorjahr 5,2 Prozent Kursanstieg verbuchen. Dies entspreche angesichts der Steuerfreiheit dieses Kursgewinns für Private in etwa einer Vorsteuerrendite von 6,9 Prozent bei einer anderen Anlageform. In der kommenden Hauptversammlung am 30. März werde sich der Vorstand vorsorglich den Rückkauf von 10 Prozent der Aktien genehmigen lassen, kündigten Fromwald und sein Co-Vorstand Gerhard Engelsberger an. Dies sei aber lediglich eine theoretische Vorkehrung für den Fall des Falles, beteuerten die beiden Manager: Man werde schließlich nicht auf der einen Seite Kapital aufstocken, um mit der anderen Hand die Aktien für das Unternehmen zurückzukaufen. Größter Einzelaktionär der CA Immo ist nach wie vor der ORF, der heute etwa 10 Prozent der Aktien hält. Banken und institutionelle Anleger verfügen zusammen über 13 Prozent. Die Creditanstalt hat nur mehr ein Prozent des Unternehmens in ihren Büchern, die restlichen 76 Prozent befinden sich bei rund 3.000 Aktionären im Streubesitz. (APA)