Die große mediale Aufmerksamkeit für die vier "ORF-Weisen" (Gerd Bacher, Alfred Payrleitner, Fritz Csoklich und Heinrich Keller) ist FPÖ-Klubobmann und ORF-Kurator Peter Westenthaler ein Dorn im Auge. "Mir gehen so manche Erklärungen einzelner Mitglieder dieses Weisenrates einfach zu weit", so Westenthaler am Mittwoch in einer Aussendung. Das Gremium sollte "seinen Auftrag nicht überschreiten", mahnte er. Er wies darauf hin, dass "dieses informelle Gremium ausschließlich den Auftrag hat, die Formulierung eines Vorschlages zur Präzisierung des öffentlich-rechtlichen Auftrages des ORF zu erarbeiten". Keinesfalls seien die vier Weisen für die Ausarbeitung der Gesamtreform zuständig, betonte Westenthaler. In den aktuellen Ausgaben von "News" und "tv-media" werde aber "über Werbezeiten-Aufteilungen genauso philosophiert wie über einzelne Programmgestaltungen", so Westenthaler. "Das ist sicher nicht Aufgabe dieses Gremiums." Die ORF-Gesamtreform liegt laut Westenthaler "seit dem Beschluss der Punktation im Ministerrat" bereits vor und sei detailliert ausgearbeitet. Nun gelte es, den noch offenen Teil der Neudefinition des öffentlich-rechtlichen Auftrags zu formulieren. (APA)