Die ARD will ihr geplantes Real-Life-Format voraussichtlich in diesem oder im nächsten Jahr starten. ARD- Programmdirektor Günter Struve sagte in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der Zeitschrift "Hörzu", dass die Sendung nach 20 Uhr auf einem Unterhaltungsplatz einmal pro Woche für etwa 30 bis 45 Minuten laufen werde, "wenn es zustande kommt". Struve bekräftigte, dass das neu entwickelte Format nichts mit Container- Shows wie "Big Brother" zu tun haben werde. Vielmehr orientiere man sich an Doku-Soaps wie den "Fussbroichs" und "Abnehmen in Essen". Das "soziale Geschicklichkeitsspiel" richte sich auch weniger an junge Leute, sondern "eher an die höher gebildeten Schichten um die 50". "Vorbild sind Langzeitbeobachtungen von Menschen, die in ihrer realen Umwelt bleiben oder vor bestimmte, nicht containerartig zusammengefasste Aufgaben gestellt werden", erläuterte Struve. Es könne zum Beispiel darum gehen, wie eine Gruppe von Menschen auf einer Nordseeinsel ohne fließendes Wasser auskommt oder Schafe vor dem Hochwasser rettet. "In dieser Situation könnte man beobachten, wie Menschen Fähigkeiten im sozialen oder handwerklichen Bereich entwickeln", sagte Struve. (APA)