Wien - Die Privatisierungspläne der Wiener ÖVP wurden am Mittwoch von Finanzstadtrat Sepp Rieder (SP) scharf kritisiert: "Da geht es um die Sinnhaftigkeit von solchen Einmal-Erlösen." Man habe auch ohne die Zurufe aus der ÖVP im vergangenen Jahr 987 Millionen Schilling (71,7 Mio. ) aus Verkäufen von Beteiligungen der Stadt erlöst. "Das haben wir für die Finanzierung unseres Schulprogramms verwendet", so Rieder. Die von Görg wiederholt und ultimativ geforderte Teilprivatisierung der Wiener Energie-Unternehmen Wienstrom, Wiengas und Fernwärme (Görg: "Sonst wird es die ÖVP in der nächsten Koalition nicht mehr geben") wird von Rieder verurteilt. "Diese Teilprivatisierungen von Wiener Energieunternehmen ist von Görg absolut undurchdacht." Sie berücksichtige weder die Gesamtentwicklung im Energiebereich, noch die Strategie der Wiener Energieerzeuger, die nicht primär auf das Erzeugen von Energie, sondern auf die Versorgung der Bevölkerung ausgerichtet seien. Rieder: "Ich halte es zudem für einen absoluten Unfug, absolute Bedingungen für Koalitionen nach der Wahl aufzustellen." (DerStandard, Print-Ausgabe, 22.3.2001, APA/red)