Die Paderborner Webwasher.com AG hat am Mittwoch in Hannover im Vorfeld der Technologiemesse CeBIT ein neues Produkt zum Filtern von unerwünschten Internet-Seiten etwa mit pornografischem Inhalt vorgestellt. Die neue Version der "webwasher Enterprise Edition" basiere auf der weltweit größten Datenbasis von Internet-Adressen, sagte Webwasher-Vorstandschef Horst Joepen. Die mit Webwasher kooperierende Cobion AG habe rund 600 Millionen Internet-Adressen in einem automatischen Verfahren kategorisiert, fügte Cobion-Chef Jörg Lamprecht hinzu. Zusammen mit anderen Quellen sei dies die Grundlage für die Adressdatenbank . Einsatzmöglichkeiten für die Software sieht Webwasher vor allem bei großen Unternehmen, die verhindern wollen, dass die Angestellten durch Surfen auf unerwünschten Webseiten den Internetzugang des Unternehmens verstopfen und Verbindungskosten verursachen. Der Zugriff könne für Benutzergruppen unterschiedlich eingeschränkt werden, hieß es. Insgesamt stehen demnach 59 Kategorien für das Filtern zur Auswahl, darunter "Pornografie", "Drogen", "Extremistische Seiten", "Kriminelle Aktivitäten" und "Unterhaltung". Rund 1000 Rechner durchforsteten laufend das Internet, um die Datenbank zu erstellen, sagte Lamprecht. Bei der Kategorisierung stütze sich Cobion auf eine Analyse von Bildern und Texten. In Bildern könne die Software bestimmte Muster erkennen. Das Umfeld der Bilder werde dann nach Stichwörtern durchsucht. "Damit erreichen wir eine Trefferquote von rund 90 Prozent", sagte Lamprecht. Nach Angaben der Firmen erstellten die Mitbewerber ihre Filterkataloge dagegen manuell, daher sei die bei webwasher verwendete Datenbank auch aktueller. Das Unternehmen bietet nach eigenen Angaben auch eine für Privatkunden kostenlose, abgespeckte Version des Programms an. Sie greift nicht auf die Adressdatenbank zurück, die Nutzer können aber eine eigene Liste der gesperrten Websites erstellen. Außerdem filtere der "Webwasher" unerwünschte Werbung heraus. (Reuters)