Skopje - Der mazedonische Präsident Boris Trajkovski hat um Mitternacht die Armee angewiesen, für die Wiederherstellung der Ordnung an den Grenzen des Landes zu sorgen. Kurz zuvor war ein Ultimatum an die albanischen Rebellen abgelaufen, sich zu ergeben und alle Stellungen zu räumen. Trajkovski gab die Anordnung nach einem Treffen in Skopje mit Vertretern aller im Parlament vertretenen Parteien. Die "albanischen Terroristen" sollten "rasch und effizient neutralisiert werden", so Trajkovski nach einem Treffen mit Vertretern der Parlamentsparteien. Nach der "Neutralisierung" der Rebellen müsse ein politischer Dialog beginnen, sagte der Präsident. Die KFOR rief er dazu auf, die Überwachung der Grenze zum Kosovo zu verstärken. Auf das Waffenstillstandsangebot der albanischen Rebellen will die mazedonische Regierung nicht eingehen. Wie ein hochrangiger Militärvertreter am Mittwochabend mitteilte, bleibt die Regierung bei ihrem Ultimatum an die UCK, bis Mitternacht ihre Stellungen zu räumen und die Waffen abzugeben. Dies hatten die Rebellen abgewiesen, sich gleichzeitig aber zu einer bedingten Waffenruhe sowie zu einem Dialog mit Skopje bereit erklärt. Informationen über Vorbereitung neuer Rebellenangriffe Der Ankündigung der Rebellen werde kein Glauben geschenkt, weil es Informationen über die Vorbereitung neuer Rebellenangriffe gebe, hieß es aus der Regierung in Skopje. Die Kämpfer der "Nationalen Befreiungsarmee" (UCK) wollten offensichtlich nur Zeit gewinnen, um ihre Einheiten neu zu gruppieren. Nach Angaben des Armeevertreters gehen die Angebote der Rebellen nicht weit genug. Die Bewohner von Tetovo genossen am Mittwoch erstmals seit einer Wochen einen Tag der Ruhe, nachdem die mazedonischen Truppen bis zum Ablauf des Ultimatums den Beschuss der Rebellenstellungen in den angrenzenden Hügeln eingestellt hatten. (APA)