IBM verkauft das Tafelsilber der hauseigenen LAN-Technologie: Für 300 Millionen US-Dollar übernimmt Cisco alle Rechte an den Router- und Switch-Techniken, die IBMs Netzwerk-Hardwareabteilung entwickelt hat. Ausserdem haben die beiden Firmen vereinbart, dass Cisco über die nächsten fünf Jahre für insgesamt 2 Milliarden US-Dollar entsprechende Chips und Chipsätze von IBM einkauft. Im Gegenzug bietet IBMs Dienstleistungsabteilung Global Services in Zukunft Router und Switches von Cisco an, wobei die beiden Partner auch gemeinsame Lösungen für E-Commerce und Netzwerke entwickeln wollen. Unternehmen sollen in der Zukunft in der Lage sein, den kompletten Support für Cisco-Produkte auch von der IBM-Serviceabteilung zu erhalten. Der Verkauf an Cisco stellt praktisch das Ende aller Versuche von IBM dar, im wachsenden Markt der Hardware für Unternehmens-LANs und globalen Weitverkehrsnetze wieder selbstständig eine starke Position zu erreichen. Lange Zeit mit Token Ring und SNA der führende Ausstatter für größere Unternehmen, konnte der blaue Riese mit der zunehmenden Umstellung auf Ethernet nicht mehr so recht mithalten. Andere Firmen, darunter eben auch Cisco, liefen dem Giganten im Netzwerkbereich den Rang ab. (heise)