Zürich - Mit dem Absturz der russischen Raumstation Mir ging auch ein Kapitel Forschungsgeschichte der ETH Zürich zu Ende. Mit den Weltraumbehörden ESA und NASA hatte sich die ETH an Experimenten an Bord der Mir beteiligt. Bei den in der russischen Raumstation durchgeführten Versuchen ging es darum, mit speziell entwickelten Geräten den Einfluss der Schwerelosigkeit auf die menschlichen Knochen und Muskeln zu messen, wie die ETH Zürich am Donnerstag mitteilte. Ein am Laboratorium für Biomechanik der ETH entwickeltes Knochenmessgerät wurde erstmals bei der «Euromir-95», einem Projekt von ESA und Russland, eingesetzt. 1996 kam auch ein spezielles Muskelmessgerät im Rahmen einer ESA-NASA-Mission zum Einsatz. Bereits Ende der 80-er Jahre hatten eine ETH-Arbeitsgruppe «Weltraumbiologie» Hauptexperimente an Bord der Mir durchgeführt. Die Resultate der verschiedenen Missionen lieferten wichtige Erkenntnisse über gesundheitliche Risiken auf längeren Raumfahrten. (sda)