Die konzernunabhängige und in Privatbesitz befindliche Berliner Aufbau Verlagsgruppe soll in eine Stiftung übergehen. "Da es keine Erbnachfolge für mich geben wird, will ich vorsorgen", sagte der Verleger Bernd F. Lunkewitz am Donnerstag auf der Leipziger Buchmesse. Ziel des 54-Jährigen ist es, dass der Aufbau Verlag seiner programmatischen Linie treu bleibt und seine Zukunft gesichert ist. Einzelheiten über die Vorbereitung der Stiftung sollen auf der Frankfurter Buchmesse im Herbst mitgeteilt werden. Der aus Frankfurt/Main stammende Immobilienmakler hatte den Ost- Berliner Verlag vor zehn Jahren von der Treuhand gekauft und mit Millioneninvestitionen gerettet. Im Jahr 2000 erreichte die Verlagsgruppe einen Umsatz von 27,4 Millionen Mark und damit 5,2 Prozent mehr als im Vorjahr. "Für 2001 streben wir ein deutlich höheres Ergebnis an und wollen die 30 Millionen Mark überschreiten", kündigte Lunkewitz an. Zur Aufbau Verlagsgruppe gehören der Aufbau und der Aufbau Taschenbuch Verlag, Rütten & Loening, der Gustav Kiepenheuer Verlag sowie der Audio Verlag. (apa)