Wien - Am 26. März 2001 tritt das österreichisch-mexikanische Investitionsschutzabkommen in Kraft, das im Juni 1998 von beiden Ländern unterzeichnet worden war. Mexiko ist in den letzten Jahren zunehmend zu einem Zielland für österreichische Investitionen in Nordamerika geworden. Dies ist einerseits auf den seit 1994 gültigen Freihandelsvertrag zwischen den USA, Kanada und Mexiko (NAFTA) zurückzuführen, der Mexiko zu einem attraktiven Produktionsstandort macht, andererseits auf das Globalabkommen zwischen der EU und Mexiko, teilt das Außenministerium am Freitag mit. Dieses Abkommen sieht bis 1.1.2007 einen stufenweisen Zollabbau vor, der mit 1.7.2000 begonnen wurde und der die Chancengleichheit der EU gegenüber den NAFTA-Partnern Mexikos wiederherstellt. Mehr als 50 Prozent der Waren mit EU-Ursprung können bereits jetzt zollfrei nach Mexiko exportiert werden. Das Globalabkommen erstreckt sich auch auf Dienstleistungen und Urheberrechte. Mexiko ist das erste lateinamerikanische Land, mit dem die EU ein derart weitgehendes Abkommen geschlossen hat. größeren Investitionen und Zuwächse beim Warenaustausch Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und Mexiko sind seit einiger Zeit in beide Richtungen von einer dynamischen Entwicklung gekennzeichnet, berichtet das Außenministerium. Neben größeren Investitionen (z.B. VA-Tech-Gruppe, Steyr Power Train), sind auch im Warenaustausch bedeutende Zuwächse zu verzeichnen. Die österreichischen Exporte wuchsen im Jahr 2000 um rund 15 Prozent, womit nach 1998 der Wert von 2 Mrd. S (145 Mill. Euro) zum zweiten Mal überschritten wurde. Nach Brasilien ist Mexiko der bedeutendste Handelspartner Österreichs in Lateinamerika. (APA)