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Hannover - Wegen der steigenden Nachfrage nach Datendiensten schickt Eutelsat im nächsten Jahr den weltweit ersten Internet-Satelliten ins All. Der "e-BIRD" ist speziell auf die asymmetrische Struktur des Datenverkehrs im Internet ausgelegt. Der Satellit, der von Boeing gebaut wird, hat die besondere Form eines "Spinners", bei dem die Solarpanel an der sich drehenden zylindrischen Außenhaut angebracht sind. Das europäische Eutelsat-Konsortium erwartet einen rasanten Anstieg von Internet-Dienstleistungen über Satelliten. Die Zahl der Satelliten-Terminals für den Internet-Zugang werde sich in den kommenden drei Jahren von heute weltweit 300.000 auf 7,2 Mill. erhöhen, kündigte das Unternehmen am Freitag auf der CeBIT in Hannover an. Davon werden etwa 30 Prozent in Europa genutzt. Internet-Dienste Schon jetzt entfallen vom Sendevolumen der 19 Eutelsat-Satelliten im All mehr als 40 Prozent auf Internet-Dienste, wie der Deutschland-Manager von Eutelsat, Henning Horst, mitteilte. Der Internet-Empfang aus dem Weltraum ist vor allem für Regionen außerhalb der Ballungsgebiete geeignet, wo die terrestrische Leitungsinfrastruktur erst schwach entwickelt ist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass über Satellit auch die "letzte Meile" bis zum Privathaushalt überbrückt werden kann. Das 1977 gegründete Eutelsat-Konsortium wird entsprechend einer Entscheidung der EU-Kommission zum 2. Juli in eine private Unternehmensform überführt, die einer deutschen GmbH entspricht. Anteilseigner sind 48 internationale Telekommunikationsunternehmen, darunter auch die Deutsche Telekom mit einem Anteil von rund elf Prozent. "In etwa zwei Jahren werden wir dann 30 Prozent unseres Unternehmens an die Börse bringen", kündigte Horst an. Der Umsatz der Eutelsat stieg im vergangenen Jahr um 45 Prozent auf den Rekordwert von 685 Mill. Euro (9,43 Mrd. S). Gemessen an der Zahl der Satelliten im All liegt Eutelsat nach PanAmsat zusammen mit Intelsat auf Platz zwei der weltweiten Anbieter. (APA/AP)