Wien - Im Sommer 2001 bündelt der HypoVereinsbank-Konzern die gesamten Gruppenaktivitäten für Informationstechnologie und Softwareentwicklung in einem neuen Kompetenzzentrum in Wien. Diese neue IT-Zentrale am Sitz der Bank Austria namens "Systems AG" (Arbeitstitel) wird zur Holding, die sämtliche Organisations- und Softwareentwicklungen der Gruppe steuern wird und Milliarden-Budgets zur Verfügung hat. Vom Start weg werden unter das Dach der neuen Gesellschaft Firmen, Projekte und Joint Ventures mit rund 4.000 Beschäftigten zusammengefasst, sagte Bank Austria-IT-Vorstand Wolfgang Haller am Freitag vor Journalisten in Wien. Haller wird auch Vorstand der neuen "Systems AG" sein, die über "beträchtliche Mittel" verfügen werde. Für die HypoVereinsbank (HVB) seien im Jahr 2001 einschlägige Investitionen von 200 Mill. Euro (2,75 Mrd. S) , für die Bank Austria 50 Mill. Euro veranschlagt. In der Systems AG werden u.a. die bisherige BA-Tochter Wave und derzeit vorhandene Standorte auch in London, Hamburg und München zusammen gefasst. Auch in Polen - wo demnächst die beiden Tochterbanken von BA und HVB fusionieren - soll ein IT-Standort aufgebaut werden. Unter "Systems"-Holdingsteuerung fallen sollen auch die beiden Rechenzentrumstöchter von BA und HVB, IT-Austria und HVB-Info, sowie eine in Gründung befindliche Tochter für electronic-business-software und die Handelssysteme. Im Zuge der Eheschließung BA/HVB fallen gelassen wurde zwischenzeitig das im Vorjahr vorbereitete Internet-Joint Venture mit debis. Mit dem IT-Anbieter debis Systemhaus sollte eine Internetplattform für den weltweiten Handel mit Aktien, Anleihen, Fonds, Derivativen und Treasury-Produkten aufgezogen werden. Als Startinvestition wurden 400 Mill. S veranschlagt worden. Über einen Letter of Intent war diese Kooperation durch die neuen Partner-Strategien nicht hinausgekommen. (APA)