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Stockholm - Russland und die Europäische Union werden voraussichtlich bei der Bewältigung der Krise in Mazedonien eng zusammenarbeiten. Das sagte der deutsche Außenminister Joschka Fischer nach einem Gespräch mit den Außenministern der EU und seinem russischen Amtskollegen Igor Iwanov am Freitag auf dem EU-Gipfel in Stockholm. Seine Erwartungen gingen in diese Richtung. "Es gab ein hohes Maß an Übereinstimmung." Er sicherte zu, dass die EU die mazedonische Regierung unterstützen werde. Allerdings mahnte er Skopje auch zur Verhältnismäßigkeit. Die albanische Bevölkerung dürfe nicht mit den Terroristen gleichgesetzt werden, sonst könne es zu falschen Solidarisierungen kommen. "Es darf nicht zu einer Eskalation der Hassgefühle kommen." Die mazedonische Regierung müsse sich auch um die inneren Reformen im Land kümmern. Fischer richtete auch eine klare Mahnung an die Führer der Albaner. "Es liegt in ihrer Verantwortung, ob das albanische Volk den Weg nach Europa gehen will oder nicht." Das heiße Verzicht auf Gewalt. Außerdem sei eine Änderung der Grenzen nicht akzeptabel. Am späten Nachmittag wird der mazedonische Präsident Boris Trajkovski beim Gipfel erwartet. Mit seinem Besuch wolle er die europäische Perspektive seines Landes unterstreichen und um Unterstützung bitten, sagte Fischer. (APA/dpa)