Kampala - Der unterlegene Hauptrivale des bestätigten ugandischen Präsidenten Yoweri Museveni hat das Ergebnis der Präsidentenwahl vom 12. März vor dem obersten Gericht des Landes angefochten. Kizza Besigye wirft Museveni, der nach dem offiziellen Wahlergebnis 69 Prozent der Stimmen bekam, massiven Wahlbetrug vor. "Wir wären nicht hier, wenn wir nicht handfeste Beweise für unsere Klage hätten", erklärte ein Sprecher Besigyes am Freitagabend in der Hauptstadt Kampala. Nach Besigyes Vorwürfen war zahlreichen seiner Unterstützer der Zugang zu den Wahllokalen verwehrt worden. Armeeangehörige hätten seinen Anhängern teilweise die Stimmkarten abgenommen. Viele seiner Wahlhelfer seien im Westen des Landes verhaftet und für die Dauer der Wahlen festgehalten worden, sagt der 44-Jährige, ehemalige Verteidigungsminister Musevenis. Er und seine Unterstützer werfen der Wahlkommission vor, die Wahlen auf der Basis veralteter Register abgehalten zu haben. Zahlreiche Wähler seien nicht registriert und daher nicht wahlberechtigt gewesen. Museveni hat den Vorwurf des Wahlbetrugs von sich gewiesen. Unabhängige Wahlbeobachter hatten erklärt, Wahlmanipulationen beider Lager hätten das Ergebnis um bis zu zehn Prozent verfälscht. (APA/dpa)