Frankfurt - Die DaimlerChrysler AG hat einen Magazinbericht zurückgewiesen, wonach der deutsch-amerikanische Automobilhersteller angeblich seine angeschlagene US-Tochter Chrysler verkaufen will. Ein DaimlerChrysler-Sprecher sagte auf Anfrage am Sonntag: "Ich kommentiere diesen Bericht nicht. Solche Spekulationen über einen Verkauf von Chrysler sind absoluter Quatsch". Der "Spiegel" hatte in einer Vorausmeldung zu seiner Montagsausgabe unter Berufung auf Insider berichtet, dass DaimlerChrysler sowohl den Verkauf von Chrysler als auch den Ausstieg aus dem Geschäft mit kleineren Autos wie der A-Klasse oder dem Smart diskutiere. Selbst eine Großfusion mit Ford oder Volkswagen gehöre zu den Optionen, über die gesprochen werde. "Vorstandschef Jürgen Schrempp hat etliche Male gesagt und erst vor wenigen Wochen wiederholt, dass DaimlerChrysler keine Veräußerung in Betracht zieht. Diese Haltung hat sich nicht verändert. Wir haben eine klare Strategie und Chrysler ist Teil dieser Strategie", sagte der Sprecher weiter. Schrempp habe am 26. Februar betont, dass er vier Milliarden Dollar in Chrysler investieren wolle, um die US-Sparte bis 2003 wieder profitabel zu machen. Zudem berichtet der Spiegel unter Berufung auf Kreise, dass Schrempp einen neuen Strategieberater engagiert habe. Michael Cohrs, einer der Leiter des Investmentbankings der Deutschen Bank in London, solle ihm dabei helfen, den Autokonzern aus der Krise zu führen. Die Deutsche Bank ist Großaktionär von DaimlerChrysler. Zusammen mit DaimlerChrysler-Mitarbeitern werde die bisherige Unternehmenspolitik überprüft. Der DaimlerChrysler-Sprecher wollte keine Stellung dazu abgegeben, ob Cohrs zum Berater ernannt worden sei. Er sagte lediglich: "Für einen Großaktionär und eine führende Investmentbank ergibt es Sinn, dass sie Berater haben". (APA/Reuters)