Wolfsberg - Vor dem Hintergrund der jüngsten Fälle von Kindesweglegungen bzw. Tötung von Neugeborenen wird demnächst auch in Kärnten die anonyme Geburt möglich sein. Vorreiter ist das LKH Wolfsberg, das nach dem Krankenhaus St. Veit/Glan auch die zweite "Babyklappe" Kärntens installieren wird. "Wir haben die Verpflichtung, im Sinne der Humanität hier vorzupreschen", begründete am Montag Verwaltungsdirektor Klaus Kinzer vor Journalisten die beiden Initiativen seines Hauses. Das LKH-Direktorium sei sich zwar der derzeit noch bestehenden rechtlichen Unsicherheiten im Hinblick auf anonyme Geburten bewusst, werde jedoch nach dem Vorbild Wiens dieses Angebot so rasch wie möglich realisieren. Psychologische Beratung Wie der Verwaltungsdirektor weiter mitteilte, stehe werdenden Müttern im LKH eine psychologische Beratung zur Verfügung. Auch werde das Spital bezüglich Adoptionen von anonym geborenen Kindern Hilfestellung leisten. (APA)